Die Fahne ist im Wilden Westen

Vom „schönen Fricktal“ in den „Wilden Westen“ des Aargaus. So wurde die Reise der Kantonalfahne vom Vorgängerfest 2012 an den Offiziellen Tag des 30. Aargauer Kantonalschützenfests beschrieben. Der Festakt wurde in Strengelbach durchgeführt. Unter den über 200 Gästen gaben sich zahlreiche Vertreter aus Politik und der Armee die Ehre. Ein farbenfrohes Bild gab der kurze Umzug ab. Angeführt von der Musikgesellschaft Strengelbach unter der Leitung von Ivo Müller, folgten die Zofinger Stadtkompanie und danach rund 70 Fähnriche der Aargauer Schützenvereine. Der Einmarsch in die obere Turnhalle gab ein festliches und dem Anlass würdiges Bild ab.

Ein Geschenk von OK zu OK

Nicht nur die Kantonalfahne wechselte den Besitz, sondern auch ein paar „Fressalien“, wie es Willi Blaser ausdrückte. Der OK-Präsident des Kantonalen von vor fünf Jahren im Fricktal meinte es gut und überreichte Hans Ulrich Mathys nicht nur ein paar, sondern einen grossen Korb voller ebendieser „Fressalien“. Zum Aargauer Braten mussten sich die Gäste aber noch etwas gedulden. „Zu einem Festakt gehören gute Worte“, sagte der „Herr des Offiziellen Tages“, Jakob Scheibler, und gab das Mikrofon an Victor Hüsser weiter. Der Präsident des Aargauer Schiesssportverbandes zeigte sich beeindruckt vom Fest als Ganzes, vom Gabentempel, aber auch vom Festführer: „Sowas habe ich noch nie gesehen“, adelte er die Marketingabteilung des OKs und meinte die vielen im Festführer vermerkten Sponsoren und Gönner, denen er seinen Dank aussprach. Walter Harisberger überbrachte die Grussbotschaften aus dem Vorstand des nationalen Verbandes SSV.

„Eine Bombe“

Sichtlich wohl fühlte sich auch Regierungsrat Alex Hürzeler. Der Landstatthalter kündigte an, seine Jagd auf den Kranz nach dem offiziellen Teil auch noch zu eröffnen. „Im fünften Anlauf hat es dann noch geklappt“, würde er Stunden später über seinen Wettkampf berichten. Der Kranz will halt verdient sein. Hürzeler wünschte dem OK, dass es die „grossartigen Momente geniessen soll, wenn es nach langer Vorbereitung endlich losgeht“. OK-Präsident Hans Ulrich Mathys zeigte sich von den Feierlichkeiten begeistert. „Der offizielle Tag war unseres Festes würdig – eine Bombe.“

Zum Schluss spielten die Thirsty Brothers Brittnau auf. Ihre schwungvolle Musik begeisterte die Gäste und zu derer Freude spielten die durstigen Brüder dann auch buchstäblich bis „Flasche leer“.

Ivo Müller führte mit seiner MG Strengelbach den Umzug an.
Tragen die „Fressalien“ davon: Die beiden OK-Mitglieder Urs Boller (links) und Hans Holenstein.